Jule

Raclette

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Was ist eigentlich ein Raclette?

Beim Raclette geht es in erster Linie um geschmolzenen Käse. Bei der ursprünglichen Zubereitung wurde der Käse am Feuer an einer Seite erhitzt, abgeschabt, wieder erhitzt, abgeschabt, und so weiter.

Eine heutzutage übliche Variante der Zubereitung erfolgt über Pfännchen. Hier werden verschiedenen Zutaten wie Schinken, Salami, Pilze, Mais, Artischocken, Kartoffeln, Shrimps, Paprika und Zwiebeln in ein Raclette-Pfännchen gegeben und mit Käse bedeckt und unter einer waagrecht angebrachten Heizspirale überbacken. Bei dem Käse wird ein spezieller Raclettekäse verwendet. Wem der Käse zu streng schmeckt, kann jedoch auch andere gutschmelzende Käsesorten nehmen, wie beispielsweise Gouda.

Im Folgenden stelle ich verschiedene Raclette-Arten vor und beantworte dabei insbesondere die folgenden Fragen:

  • Welche Raclette-Sets gibt es?
  • Welchen Käse soll ich nehmen?
  • Welche Zutaten kommen bestimmt gut an?

Raclette-Set

Bild Raclette

Raclette-Grills gibt es in verschiedenen Ausführungen, sowohl was die Anzahl an Pfännchen angeht, als auch die Oberfläche. Diese dient zum einen als Schutz vor der heißen Heizspirale. Zum anderen gibt es sie häufig als teflonbeschichtete Grillplatte, Hot Stone oder mit einer Crepe-Mulde. Raclette-Grills werden in der Regel mit Strom betrieben, es gibt jedoch Modelle für bis zu 2 Personen, die mit Teelichtern (ja, die kleinen runden) betrieben werden (und das soll überraschend gut funktionieren). Im folgenden Stelle ich unterschiedliche Modelle mit ihren Eigenschaften vor.

Raclette (pur)

Bild Raclette Ofen

Raclette-Ofen

Bei einem Raclette-Ofen, wie bei dem links abgebildeten Modell, wird nach dem ursprünglichen Prinzip der Käse am Stück geschmelzt und abgeschabt. Eine Auswahl solcher Modelle findet sich hier*.

Raclette mit Grillplatte

Bild Raclette mit Grillplatte

Teflonplatte

Während unter der Platte in den Pfännchen der Käse schmilzt, lassen sich auf der Grillplatte Gemüse und Fleischstücken grillen. Die meist mit Teflon beschichtete Platte wird recht schnell heiß und kann so von Beginn an genutzt werden.

Bild Raclette mit Hot Stone

Hot Stone

Der Vorteil einer Steinplatte ist, dass sie die Hitze lange hält und auch gleichmäßig verteilt. Neben Fleisch und Gemüse können auch dünne Hefeteiglinge gebacken werden. Es gibt auch Kombigeräte, bei denen man entweder die ganze Platte austauschen kann oder bei denen die Platte geteilt ist, z.B. mit Hot Stone und Grillplatte* oder Hot Stone und Pfannkuchenmulde*.

Empfehlung zur Lebensdauer

Achtet bei den Pfännchen (und wenn euer Gerät eine beschichtete Platte hat) darauf, dass ihr nicht mit scharfen oder spitzen Gegenständen darauf herumkratzt. Statt dessen solltet ihr Holz- oder Kunststoffspatel nehmen. Damit wird die Oberfläche geschont und ihr könnt lange Freude an den Utensilien haben.

Raclette-Zutaten

Raclette-Käse

Die wichtigste Zutat beim Raclette ist ganz klar der Käse. Es gibt speziellen Raclette-Käse, der schön schmilzt und dabei tolle Fäden zieht. Es ist recht kräftig im Geschmack, was jedoch nicht jedermanns Sache ist. Alternativ lassen sich alle Käse nehmen, die gut schmelzen, wie ein Mozzarella (der recht geschmacksneutral ist), Gouda, Bergkäse oder auch Camembert. Der Käse wird nicht als Reibekäse verwendet, sondern in Scheiben.

Bild Auswahl Käsesorten für Raclette
Auswahl Käsesorten für Raclette

Schinken und Salami

Bild Schinken- und Wurstplatte
Schinken- und Wurstplatte

Milder gekochter Schinken, herzhaft rauchiger roher Schinken oder Schinkenspeck passen ebenso unter den Raclettekäse wie ungarische Salami, Bauernsalami oder auch würzige Cabanossi-Stücke. Eine Variation verschiedener Schinken- und Salami-Sorten sorgt hierbei Pfännchen für Pfännchen für Abwechslung. Außerdem lassen sich die verschiedenen Sorten wunderschön anrichten – das Auge isst schließlich mit.

Gemüse

Ich persönlich mag für die Pfännchen am liebsten vorgekochtes Gemüse. Blanchierte oder noch besser geröstete Paprika, vorgebratene Zucchini, karamellisierte Zwiebeln… und dazu Mais, Erbsen und Möhren und Champignons aus der Dose sowie ein paar Silberzwiebeln.

Bei uns kommen immer noch gekochte Kartoffeln auf den Tisch – entweder die kleinen aus dem Glas, oder selbstgekochte, z.B. Drillinge. Hier empfehlen sich festkochende Kartoffeln, damit diese nicht schon auseinanderfallen, wenn sie in Scheiben oder Würfel geschnitten werden.

Bild Gemüseauswahl

Saucen

Hier gehts zu meinem All Time Favorite, nämlich  Mama’s weltbester Knobi-Sauce. Die passt suuuper zu überschmelzten Kartoffeln, lässt sich sehr gut mit Baquette stippen, legt sich schön um gebratenes Fleisch… was soll ich sagen, sie ist einfach die beste!

Ansonsten gilt hier wie beim Fondue, dass die Saucen dem Essen das gewisse Etwas verleihen (können). Ob scharf, würzig oder fruchtig ist wie immer Geschmackssache. Ein paar Ideen für Saucen, die zum Raclette passen, bekommt ihr unter >>Rezepte.

Getränke

Da ein Raclette sehr vielfältig gestaltet werden kann, gilt das auch für die Getränke: Erlaubt ist, was schmeckt. Wein, Bier, Wasser, Schorlen, Softdrinks… Ich mag gerne einen schönen Rotwein dazu. Der passt zum Käse und lässt sich gerade über die Zeit schlückchenweise zum Raclette genießen. Für den großen Durst kommt dazu eine Flasche Wasser auf den Tisch.

Fazit

Raclette essen braucht Zeit. Aber das ist ja schließlich auch eine positive Eigenschaft von geselligem Kochen am Tisch. Durch die unterschiedlichen Zutaten ist für alle etwas dabei, und es ist auch für vegetarische Gerichte geeignet.

Raclette geht übrigens auch vegan. Da ich mich bisher jedoch nur am Rande damit auseinandergesetzt habe, wage ich weder eine Bewertung noch Empfehlung. Für vegane Varianten könnt ihr mal hier (Link kommt noch) vorbeischauen.